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Statement zu „Kinderärztliche Versorgung“

Veröffentlichungsdatum18.02.2026Lesedauer2 MinutenKategorienAllgemeine News
Bürgermeisterin Karin Baier MSc gemeinsam mit  Mag. pharm. Angela Simunek in  den vorbereiteten Räumlichkeiten.

Die ärztliche Versorgung in Schwechat ist für die Stadtgemeinde seit Jahren ein zentrales Anliegen. Aufgrund der hohen Auslastung im Bereich der Kinder- und Jugendheilkunde wurde von der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) bereits vor über einem Jahr eine zweite Kassenstelle zugesagt. Die nun vorzeitig fixierte Schließung der Ordination von Frau Dr. Shukry wurde auch der Stadt kurzfristig mitgeteilt.
 
„In Schwechat leben über 8.900 Kinder und Jugendliche zwischen 0 und 16 Jahren – allein diese Zahl zeigt, wie dringend wir eine gesicherte und ausgebaute kinderärztliche Versorgung brauchen. Wir setzen uns seit Jahren mit Nachdruck für eine zweite Kassenstelle ein, führen laufend Gespräche mit Interessent:innen und der ÖGK und sind sogar bereit, Praxisräume finanziell zu unterstützen – obwohl das nicht in der Zuständigkeit der Gemeinde liegt“, so Bürgermeisterin Karin Baier MSc.
 
Stadt engagiert sich seit Jahren aktiv
Es fanden in den vergangenen Jahren zahlreiche persönliche Gespräche mit Interessent:innen sowie mit der ÖGK statt. Die Stadtgemeinde Schwechat hat – wie im kassenärztlichen Bereich freiwillig und über ihre eigentliche Zuständigkeit hinaus – ihre Bereitschaft erklärt, die Einrichtung oder Adaptierung geeigneter Praxisräumlichkeiten finanziell zu unterstützen.

Leider wurde in der entscheidenden Sitzung der ÖGK im Dezember keine finale Zusage an eine:n Bewerber:in ausgesprochen.

Neue Räumlichkeiten vorbereitet
Die bisherigen Ordinationsräumlichkeiten können aufgrund fehlender Barrierefreiheit nicht weitergeführt werden. Neue Räumlichkeiten stehen grundsätzlich zur Verfügung. Eine finale Adaptierung kann jedoch erst erfolgen, sobald eine neue Kinderärztin bzw. ein neuer Kinderarzt feststeht, um die Ausstattung bestmöglich an die jeweiligen Bedürfnisse anzupassen.

Darüber hinaus setzt sich die Stadtgemeinde mit Nachdruck für die rasche Entwicklung eines Kinder-Primärversorgungszentrums (Kinder-PVE) ein. Ein solches Modell würde mehrere Kinderärzt:innen, therapeutische Angebote sowie deutlich erweiterte Öffnungszeiten umfassen. Die räumlichen Voraussetzungen sind gegeben, und auch seitens der ÖGK wird dieses Modell grundsätzlich befürwortet.

Nachdruck gegenüber der ÖGK

Die nächste Sitzung zur Vergabe von Kassenstellen bei der ÖGK ist voraussichtlich erst gegen Ende des ersten Quartals angesetzt. Die Stadtgemeinde Schwechat fordert daher aktuell erneut mit großem Nachdruck eine rasche Zuteilung der offenen Kassenstelle für Schwechat.

Die Stadt versichert allen Familien, weiterhin mit höchstem Einsatz an einer nachhaltigen und erweiterten kinderärztlichen Versorgung zu arbeiten. Gleichzeitig ersuchen wir um Verständnis, dass die Vergabe von Kassenstellen nicht im Zuständigkeitsbereich der Gemeinde liegt. Wir werden jedoch weiterhin alle Möglichkeiten ausschöpfen und weit über unsere Verpflichtungen hinaus unterstützen, um eine bestmögliche Lösung für die Schwechater Familien zu erreichen.