Das Abschießen von Feuerwerk und das Zünden von Böllern hat eine lange Tradition. Jahr für Jahr führen Feuerwerke und Knallkörper rund um den Jahreswechsel jedoch zu zahlreichen Verletzungen, erheblichen Sachbeschädigungen und tonnenweise Müll. Auch in Schwechat kam es erneut zu massiven Schäden – Mistkübel sowie ein massiver Beton-Tischtennistisch wurden im wahrsten Sinne des Wortes gesprengt. Hinzu kommt das große Leid, das Mensch und Tier durch Lärm und Panik ertragen müssen.
In der Silvesternacht steigt die Feinstaubbelastung regelmäßig auf Höchstwerte an. Gleichzeitig bedeutet der Jahreswechsel für die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettung und Polizei eine enorme Zusatzbelastung – es ist die intensivste Nacht des gesamten Jahres. Allein die Feuerwehr Schwechat verzeichnete in der Neujahrsnacht insgesamt 12 Einsätze.
Klare Forderung an den Innenminister
Da die negativen Auswirkungen die positiven Effekte bei weitem übersteigen, richtet die Stadtgemeinde Schwechat eine Resolution an Innenminister Mag. Gerhard Karner.
Der Gemeinderat der Stadtgemeinde Schwechat fordert den Innenminister auf, sich für ein Verbot des Verkaufs von Feuerwerkskörpern und Böllern der Kategorien F2 bis F4 an nicht ausgebildete Pyrotechniker einzusetzen. Ebenso muss die konsequente Kontrolle der Einhaltung dieses Verbots, einschließlich wirksamer Grenzkontrollen, sichergestellt werden.
Die Resolution wurde mit den Stimmen von SPÖ, FPÖ, GRÜNE, NEOS und GfS beschlossen.