Der Voranschlag 2021 spiegelt die einerseits Corona-bedingte Situation wider, andererseits wurde darauf Bedacht genommen, die in Schwechat gewohnten Leistungen auch weiterhin zu erbringen. Herausragendes Projekt für das kommende Jahr: Die Fertigstellung der neuen Volksschule am Frauenfeld.
Schuldenstand sinkt noch einmal
Rd. 72,2 Mio. Euro Einnahmen im Ergebnishaushalt sprechen eine deutliche Sprache: das sind 12 Mio. Euro weniger als noch vor einem Jahr für 2020 in Schwechat budgetiert waren. Da schlägt sich vor allem der Ausfall der Kommunalsteuer nieder. Trotzdem wird die Verschuldung neuerlich um 3,7 Mio. auf 50,8 Mio. Euro sinken. Noch, denn nach einem ähnlichen Ergebnis 2022 wird der Schuldenstand bis 2025 wieder auf rd. 62 Mio. Euro steigen – coronabedingt und weil einige Großprojekte anstehen.
Die Rücklagen sinken im kommenden Jahr auf rd. 8 Mio. Euro, die Haftungen der Gemeinde auf 0,34 Mio. Euro, eine Folge des Multiversum-Verkaufes. Weiters sinken Ertragsanteile, während die Umlagen steigen – ein weiteres Minus-Geschäft für die Gemeinde.
Besondere Projekte
In den einzelnen Ressorts werden nicht nur die üblichen Leistungen der Stadtgemeinde erhalten und ausgebaut, sondern auch einzelne Vorhaben sind besonders zu erwähnen:
-
Das Projekt „Frauenberatung“, die altersbedingte Rückgabe von Lenkerberechtigungen werden fortgesetzt
-
Kultur wird mit rd. einer Mio. Euro gefördert – die Personalkosten für die Musikschule (rd.1,3 Mio Euro) sind da noch nicht eingerechnet.
-
Die Kinderbetreuung wird weiter ausgebaut, dafür werden zahlreiche neue Dienststellen geschaffen
-
Die Volksschule am Frauenfeld wird fertiggestellt, was die Gemeinde mit rd. 8,8 Mio Euro 2021 finanziert
-
Die Straßenbeleuchtung wird schrittweise auf LED umgestellt
Daneben werden Projekte der Gemeindewohnhaus-Verbesserung, der Sportförderung, die Finanzierung der Freiwilligen Feuerwehren, die laufenden Arbeiten am Kanal- und Wasserversorgungsnetz, die laufende Erneuerung der Fahrzeugflotte für die verschiedensten Bereiche, die Förderung des öffentlichen Verkehrs und vieles mehr umgesetzt.
Breite Zustimmung
Erfreulich war, dass nach Vorstellung des Voranschlages breite Zustimmung dafür herrschte. Der Voranschlag wurde mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP, FPÖ, Neos und GfS angenommen.