Schwechats Geschichte

Ein kurzer Überblick

Die Stadt Schwechat, die bereits in der Römerzeit als Reiterkastell „Ala Nova“ bekannt war, wurde erstmals 1334 als Markt erwähnt. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich Schwechat zur Handwerks- und Industriestadt. Das Wasser des gleichnamigen Flusses trieb Mühlen an, aus denen sich im 19. Jahrhundert Fabriken entwickelten.

Die ersten Schwechater Brauereien entstanden im 16. und 17. Jahrhundert. In diese Zeit fällt auch die Gründung der „Orientalischen Handels-Companie“, die Stoffe für den Export in die Türkei produzierte. Neben Bierbrauereien waren es vor allem Textilfirmen, die in Schwechat ansässig wurden.
Am 22. Oktober 1797 erwarb der aus Pfullendorf am Bodensee stammende Franz Anton Dreher das Klein-Schwechater Brauhaus. Sein Sohn, Anton Dreher I., wurde schließlich zum Begründer der Schwechater Brauereidynastie, unter der im 19. Jahrhundert die „Vereinigten Brauereien Schwechat, St. Marx und Simmering – Dreher, Mautner, Meichl AG“ zu einem exportierenden Unternehmen ausgebaut wurden.
Am 24. August 1922 wurde Schwechat per Ministerratsbeschluss zur Stadt erhoben. Doch schon sechzehn Jahre später, am 15. Oktober 1938, hörte Schwechat als eigenständige Stadt zu existieren auf und wurde von den Nationalsozialisten als 23. Bezirk „Groß-Wien“ eingegliedert.
Am 1. September 1954 erlangte Schwechat mit der Rückgliederung an Niederösterreich seine Selbständigkeit wieder und wurde mit den verwaltungstechnisch eingegliederten Gemeinden Alt- und Neukettenhof und den Katastralgemeinden Kledering, Mannswörth und Rannersdorf zur „Stadtgemeinde Schwechat“ vereinigt.
Am 1.9.1954 fand die erste Gemeinderatssitzung des wieder unabhängigen Schwechat statt.
Aufgrund der Industriebetriebe war Schwechat während des Zweiten Weltkrieges besonders stark von den Bombenangriffen betroffen gewesen. In den 1950-er Jahren begann der mühevolle Wiederaufbau. Ende des Jahrzehntes und Anfang der 1960-er Jahre fanden bereits zahlreiche Grundsteinlegungen für Betriebe und öffentliche Einrichtungen statt.
Seit dieser Zeit präsentiert sich Schwechat als moderne Industrie- und engagierte Freizeit- und Kulturstadt.

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