Am 1. Oktober richtet die FAIRTRADE-Gemeinde Schwechat den Blick auf die Menschen hinter unserer täglichen Tasse Kaffee. Eine Aktion beim Wort.Wechsel im Rathaus zeigte bereits, wie vielfältig fairer Kaffee sein kann.
Kaffee begleitet viele Menschen durch den Tag – vom Frühstück zu Hause über die Pause am Arbeitsplatz bis zum Besuch im Kaffeehaus. Doch hinter jeder Tasse stehen Bauernfamilien, deren Lebensunterhalt vom Anbau der Bohnen abhängt. Der Tag des Kaffees am 1. Oktober bietet Gelegenheit, auf ihre Arbeits- und Lebensbedingungen aufmerksam zu machen.
Fairer Kaffee beim Wort.Wechsel im Rathaus
Am 8. September veranstaltete die Stadtgemeinde Schwechat im Rahmen des Wort.Wechsels im Schwechater Rathaus eine Aktion rund um fairen Kaffee. Angeboten wurden verschiedene Sorten und Zubereitungsformen – von der Bohne bis zur Kapsel.
Als FAIRTRADE-Gemeinde möchte Schwechat das Bewusstsein für fairen Handel stärken und zeigen, wie sich dieser im Alltag unterstützen lässt. Auch beim Kaffee kann eine bewusste Kaufentscheidung dazu beitragen, bessere Handelsbedingungen für die Menschen in den Anbauländern zu fördern.
Große Herausforderungen für die Bauernfamilien
Obwohl die Kaffeeindustrie ein Milliardengeschäft ist, reicht das Einkommen vieler Bauernfamilien kaum aus, um die Kosten für Anbau und Ernte zu decken. Finanzielle Reserven fehlen häufig. Steigende Betriebskosten oder Ernteausfälle können deshalb rasch zu einer existenziellen Belastung werden.
Hinzu kommen schwankende Weltmarktpreise. Sie erschweren es den Familien, ihr Einkommen abzuschätzen und Ausgaben für den Betrieb sowie den täglichen Lebensunterhalt zu planen. Da Kaffeebohnen häufig als Rohware exportiert werden, verbleiben außerdem wichtige Schritte der Weiterverarbeitung und die damit verbundenen Einnahmen außerhalb der Erzeugerländer.
Auch der Klimawandel setzt den Kaffeeanbau zunehmend unter Druck. Extreme Wetterbedingungen, Trockenheit, Schädlinge und Pflanzenkrankheiten gefährden Ernten und erhöhen den Aufwand für die Bewirtschaftung.
Wie FAIRTRADE unterstützt
Der FAIRTRADE-Mindestpreis dient als Sicherheitsnetz bei niedrigen Marktpreisen. Er ist eine Preisuntergrenze: Liegt der Marktpreis darüber, gilt der höhere Preis. Damit soll der Schutz vor Preiseinbrüchen verbessert und mehr Planungssicherheit geschaffen werden.
Zusätzlich zum Verkaufspreis erhalten die Kooperativen eine FAIRTRADE-Prämie. Über deren Verwendung entscheiden die Mitglieder gemeinsam. Sie kann beispielsweise in Gemeinschaftsprojekte, die Verbesserung der Kaffeequalität oder Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel fließen. Für Kaffee aus biologischem Anbau wird ein zusätzlicher Aufschlag gezahlt.
Der Zusammenschluss in Kooperativen stärkt zudem die Position der Bauernfamilien. Gemeinsam können sie bessere Handelsbedingungen aushandeln, neue Märkte erschließen und Investitionen umsetzen, die für einzelne Betriebe kaum möglich wären.
Bis 10. Oktober fairen Kaffee genießen und gewinnen
Im Rahmen der FAIRTRADE Kaffee Wochen läuft noch bis 10. Oktober ein Gewinnspiel von FAIRTRADE Österreich. Teilnehmen können alle, die zwischen dem 14. September und dem 10. Oktober FAIRTRADE-Kaffee kaufen oder konsumieren und ihren Kassabon online hochladen. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Kaffee im Supermarkt, im Kaffeehaus oder zum Mitnehmen gekauft wurde.
Unter den Teilnehmer:innen verlost FAIRTRADE jede Woche ein KlimaTicket, eine Bosch Siebträgermaschine HomeCafé Serie 4 sowie 25 Kaffee-Genuss-Pakete.
Weitere Informationen und Teilnahme am Gewinnspiel
Bewusst wählen, fair genießen
Ob ganze Bohnen, gemahlener Kaffee oder Kapseln: Achten Sie beim Einkauf auf das FAIRTRADE-Siegel. So können Sie fairen Handel im Alltag unterstützen und dazu beitragen, dass die Arbeit der Menschen hinter unserem Kaffee mehr Wertschätzung erhält.