In der 499. Sitzung des Gemeinderats am 26. März 2026 stand der Rechnungsabschluss für das Jahr 2025 auf der Tagesordnung. Das Zahlenwerk wurde mit den Stimmen der Fraktionen von SPÖ, Grünen, NEOS und GfS mehrheitlich beschlossen. Die Vertreter:innen der ÖVP und FPÖ stimmten gegen den vorliegenden Entwurf.
Trotz der Herausforderungen im kommunalen Haushalt konnte der Gesamtrücklagenstand zum 31. Dezember 2025 um rund 4,5 Millionen Euro erhöht werden.
Eckpunkte der Ergebnis- und Finanzierungsrechnung
Die Bilanz für das Jahr 2025 stellt sich in den zentralen Rechenwerken wie folgt dar: In der Ergebnisrechnung wurde ein Nettoergebnis von 12,48 Millionen Euro erzielt. Der Nettofinanzierungssaldo beläuft sich auf 1,94 Millionen Euro.
Entwicklung des Vermögens und der Schulden
Das Gemeindevermögen verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr einen Zuwachs: Die Gesamtsumme der Vermögensrechnung stieg von 345,51 Millionen Euro auf 352,79 Millionen Euro.
Parallel dazu entwickelte sich der Schuldenstand rückläufig:
- Der Gesamtschuldenstand sank per Jahresschluss auf 61,96 Millionen Euro (Vorjahr: 65,91 Mio. Euro).
- Der Maastricht-Schuldenstand wird mit 31,36 Millionen Euro ausgewiesen.
- Die Netto-Neuverschuldung war mit -3,95 Millionen Euro negativ, was einen effektiven Schuldenabbau im Vergleich zum Vorjahr bedeutet.
- Die Zinslast für Darlehensverpflichtungen betrug im Berichtszeitraum 1,86 Millionen Euro.
Investitionen im Bereich Wohn- und Geschäftsgebäude
Ein wesentlicher Teil der Mittel floss erneut in die Erhaltung und Sanierung des städtischen Wohnbaus:
- Rund 1,07 Millionen Euro wurden für die allgemeine Instandhaltung aufgewendet, weitere 1,50 Millionen Euro flossen in investive Sanierungs- und Sicherungsmaßnahmen.
- Ein Schwerpunkt war die Generalsanierung des Wohnhauses Gladbeckstraße 3 mit einem Aufwand von 630.498,11 Euro.
- Die Einnahmen aus Mieten beliefen sich auf insgesamt 3,63 Millionen Euro.
Prüfung und Transparenz
Der Entwurf des Rechnungsabschlusses lag gemäß der NÖ Gemeindeordnung vom 2. bis zum 18. März 2026 zur öffentlichen Einsichtnahme auf und wurde zudem auf der Homepage der Stadtgemeinde veröffentlicht. Während der Auflagefrist wurden keine Stellungnahmen eingebracht. Der Prüfungsausschuss hat das Zahlenwerk am 10. März 2026 formal geprüft.
Bürgermeisterin Karin Baier zum Abschluss:
„Der vorliegende Rechnungsabschluss zeigt eine stabile finanzielle Entwicklung unserer Stadt. Es ist uns gelungen, trotz notwendiger Investitionen in die Infrastruktur und den Wohnbau den Schuldenstand spürbar zu senken und die Rücklagen zu stärken. Diese Bilanz bildet eine verlässliche Grundlage für die kommenden Vorhaben im Sinne der Schwechater Bürgerinnen und Bürger.“