Modernisierung der S-Bahn-Stammstrecke

Veröffentlichungsdatum01.06.2026Lesedauer3 MinutenKategorienAllgemeine News, Klima, ...
Eine Gruppe von Menschen, die draußen stehen

vlnr.: Stadtrat für Verkehr Michael Hornak, Mag. Klaus Graf, ÖBB Regionalmanagement Ostregion, Bürgermeisterin Karin Baier, Mag. Sonja Meßner, ÖBB Infra Projektkommunikation

Modernisierung der S-Bahn-Stammstrecke
Einschränkungen für S7-Pendler ab September 2026

Schwechat bereitet sich auf eine 14-monatige Sperre vor. Bürgermeisterin Karin Baier und Stadtrat Michael Hornak trafen sich diese Woche mit Vertretern der ÖBB am Bahnhof Schwechat, um frühzeitig über die Auswirkungen und Ausweichrouten zu informieren.

Umfassende Modernisierung für die Zukunft

Die Ostregion verzeichnet das stärkste Bevölkerungswachstum in ganz Österreich. Um das öffentliche Verkehrsangebot für die Zukunft leistungsfähiger zu machen, führen die ÖBB tiefgreifende Modernisierungsarbeiten auf der Wiener S-Bahn-Stammstrecke durch. Diese Maßnahmen machen ab dem 7. September 2026 eine umfassende Sperre des Abschnitts zwischen den Stationen Wien Praterstern und Wien Hauptbahnhof erforderlich. Die Hauptsperre dauert voraussichtlich 14 Monate bis Ende Oktober 2027 und wird auch gravierende Auswirkungen auf die S7 und damit auf tausende Pendlerinnen und Pendler aus Schwechat haben. 

Einsatz der Stadtgemeinde: Moderner Bahnbetrieb und dichterer Takt

Ein wesentlicher positiver Aspekt des Ausbaus ist die Lösung des bisherigen „Flaschenhalses“ auf der Stammstrecke, wovon Pendlerinnen und Fahrgäste aus Schwechat direkt profitieren werden. Das neue, digitale Zugsicherungssystem ETCS sorgt künftig für einen deutlich stabileren und verlässlicheren Bahnbetrieb. Zudem schafft die Modernisierung die technischen Voraussetzungen, um die Züge künftig in einem dichteren Takt zu führen. Dass diese wichtigen Verbesserungen für den Arbeitsweg vieler Schwechaterinnen und Schwechater Realität werden, ist auch ein Erfolg hartnäckiger politischer Arbeit.

"Wir haben uns in den vergangenen Jahren in vielen intensiven Gesprächen mit den ÖBB genau dafür starkgemacht, dass unsere Pendlerinnen und Pendler künftig verlässlicher und in dichteren Intervallen an ihr Ziel kommen. Dass die S7 durch die Modernisierung nachhaltig aufgewertet wird, ist ein großer Gewinn. Dennoch wissen wir, dass die kommenden 14 Monate der Bauphase eine große Herausforderung darstellen werden. Umso wichtiger war es uns, frühzeitig aufzuklären", betont Bürgermeisterin Karin Baier.

Vorboten bereits im Sommer: Bauphase 1 im Norden Wiens 

Bereits vor der Hauptsperre kommt es in den Sommermonaten zu ersten Einschränkungen. In der Bauphase 1, die von 4. Juli bis 6. September 2026 andauert, wird die Strecke im Norden zwischen Wien Praterstern und Wien Floridsdorf gesperrt. Für Fahrgäste aus Schwechat bedeutet dies, dass die S7 in dieser Zeit regulär ins Wiener Zentrum fährt, jedoch im Norden nicht über den Praterstern hinausgeführt werden kann. Wer in den Sommerferien in den Norden Wiens pendelt, muss sich daher auf geänderte Routen einstellen.

Die konkreten Auswirkungen auf Schwechat

Während der 14-monatigen Sperre wird die zentrale Station Wien Mitte (Landstraße) für den S-Bahn-Verkehr nicht zur Verfügung stehen. Das bedeutet für die Fahrgäste aus Schwechat: 

  • Die Züge der Flughafen-Schnellbahn S7 werden kurzgeführt und enden bzw. starten in der Station St. Marx. Von dort aus ist die Weiterreise ins Zentrum beispielsweise über die Straßenbahnlinien 18 oder 71 möglich. 
  • Die Linie REX 7 wird nicht über die gewohnte Stammstrecke geführt, sondern über den Wiener Hauptbahnhof in Richtung Flughafen und Schwechat umgeleitet. Am Hauptbahnhof besteht Anschluss an die U-Bahn-Linie U1 sowie den ÖBB-Fernverkehr. 

Alle Infos auf einen Blick:

  • Beginn der Hauptsperre: 7. September 2026 
  • Dauer: bis Ende Oktober 2027 (14 Monate) 
  • Sperrbereich: Wien Praterstern bis Wien Hauptbahnhof (inkl. Wien Mitte) 
  • S7 (ab/bis Schwechat): Verkehrt nur bis/ab Station St. Marx (Anschluss an Straßenbahn 18 und 71) 
  • REX 7 (ab/bis Schwechat): Umleitung über Wien Hauptbahnhof (Anschluss an U1) 

Weitere Details, genaue Fahrplanauskünfte sowie Informationen zu Schienenersatzverkehren finden Sie zeitgerecht unter www.oebb.at und über die Fahrplankanäle (SCOTTY) der ÖBB.