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Grüner Wasserstoff für Schwechat

Veröffentlichungsdatum30.09.2025Lesedauer2 MinutenKategorienAllgemeine News
Vizebürgermeister Chrsitian Habisohn gemeinsam mit Bürgermeister Gerhard Weil (Bruck) beim Spatenstich
Mit einem symbolischen Spatenstich startete die OMV am Montag ein Projekt von europäischer Dimension: In Bruck an der Leitha entsteht eine neue Wasserstoff-Elektrolyseanlage, die künftig auch für die Raffinerie Schwechat von großer Bedeutung sein wird.

Bis Ende 2027 soll die Anlage neben dem Umspannwerk Sarasdorf fertiggestellt werden. Mit einer Leistung von 140 Megawatt wird sie die größte Elektrolyseanlage Österreichs deutlich übertreffen. Jährlich sollen bis zu 23.000 Tonnen grüner Wasserstoff ausschließlich aus erneuerbarer Energie – Wind, Sonne und Wasserkraft – erzeugt werden. Damit können rund 150.000 Tonnen CO₂ eingespart werden, was in etwa dem jährlichen Ausstoß von 18.500 Einwohner:innen entspricht.

Eine 22 Kilometer lange Pipeline wird den produzierten Wasserstoff direkt in die Raffinerie Schwechat leiten. Für die Stadt bedeutet das einen bedeutenden Schritt in Richtung nachhaltige Energiezukunft.

Ein Leuchtturmprojekt mit regionaler Strahlkraft
„Dieses Projekt zeigt, dass Klimaschutz, Wettbewerbsfähigkeit und Lebensqualität Hand in Hand gehen können“, erklärte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner beim Spatenstich. Sie betonte, dass die Region rund um Bruck an der Leitha seit vielen Jahren Vorreiter bei erneuerbaren Energien sei.

Auch Vizebürgermeister Christian Habisohn unterstrich die Bedeutung der Anlage:
„Hier entsteht ein Leuchtturmprojekt, das weit über unsere Region hinausstrahlt. Für Schwechat bringt es einen klaren Mehrwert, da die Raffinerie künftig direkt mit grünem Wasserstoff versorgt wird. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und schaffen Perspektiven für eine Zukunft, in der auch unsere Kinder von nachhaltiger Energie profitieren.“

Verbindung von Industrie und Klimaschutz
Die Umsetzung des Milliardenprojekts liegt in den Händen eines Konsortiums unter Leitung von Siemens Energy. Für die Bauarbeiten zeichnet die Strabag verantwortlich.

Für Schwechat, wo die OMV bereits im Vorjahr eine kleinere Wasserstoffanlage in Betrieb genommen hat, bedeutet die direkte Anbindung durch die Pipeline eine erhebliche Aufwertung. Während die bestehende Anlage zehn Megawatt leistet, setzt das neue Großprojekt eine völlig neue Dimension – nicht nur für die Region, sondern auch europaweit.