Information

Symposium "Herausforderungen der Zukunft"

Rathaus Schwechat (Festsaal, 2. Stock)

10. Symposium © Stadtgemeinde Schwechat

10. Dr. Franz Slawik-Symposium

1. Abend:
Di., 06.11., 19.00 Uhr
Thema „Gesund altern?“              

Anfrage Univ.-Prof. Dr. Herbert WATZKE, Präsident der Österreichischen Palliativgesellschaft, Leiter der Palliativstation AKH Wien 

  • „Würde des Alterns“

Anfrage Univ.-Prof. Dr. Christoph GISINGER, Instit.dir. Haus der Barmherzigkeit

  • „Gesundheit als Religion“

 

2. Abend:
Di., 13.11., 19.00 Uhr
„Klima, Energie“


Prof. Helga KROMP-KOLB, Klimaforscherin, Leiterin des Instituts für Meteorologie Wien, Leiterin des Zentrums für Globalen Wandel und Nachhaltigkeit

  • "Klimawandel"

Prof. Nebojsa NAKICENOVIC, Energieökonom TU Wien, Stv. Direktor des Internationalen Instituts für Angewandte Systemanalyse IIASA, Mitglied „Advisory Group on Energy“ UNO

  • "Energieökonomie"

 

3. Abend:
Di., 20.11., 19.00 Uhr
„Gesellschaft, Bildung“


DI Rahim TAGHIZADEGAN, Wirtschaftsphilosoph WU Wien, Gründer des Instituts für Wertewirtschaft

  • „Der Mensch und sein Handeln“

Prof. Markus HENGSTSCHLÄGER, Humangenetiker, Vorstand des Instituts für Medizinische Genetik Wien

  • „Die Durchschnittsfalle“

 

Eröffnung:
NR Bgm. Hannes FAZEKAS

Moderation:
Dr. Gisela HOPFMÜLLER

„Jeweils ab 18.30 Uhr: Musikalisches Entree mit Gitarrist Carlo DUVIVIÉ, Musikschullehrer in Schwechat

Freier Eintritt

Heuer feiern wir das bereits 10. Dr. Franz Slawik-Symposium. Dieser hochqualitative Informationsservice der Stadtgemeinde Schwechat hat im Laufe der Jahre sehr viele brisante Fragen unseres Alltags und der Gesellschaft behandelt. Der Zugang zu Information und Wissen stand immer allen Bürgerinnen und Bürgern (bei freiem Eintritt) offen. Topexperten referierten vor Ort und konnten persönlich dazu befragt werden. Jedes Generalthema wurde aktuell der jeweiligen Zeit angepasst und entwickelte das vorherige Symposium in logischer Konsequenz weiter – so wie sich die Gesellschaft und deren drängende Fragen weiterentwickelt haben.

Auftakt dieser Informationsveranstaltungen bildete 1994 die große Diskussion um ein „Europa ohne Grenzen“, 1996 ganz entscheidend „1000 Jahre Informationstechnologie“, in dessen Rahmen erstmals die Stadt Schwechat im Internet präsentiert wurde - als eine der allerersten Städte Österreichs und mit dem ersten öffentlichen Internetzugang in der Stadtbücherei! 1998 wurde – aktuell wie heute – die „Zukunft der Arbeit – Arbeit der Zukunft“ diskutiert, 2000 hinterfragten wir eine mögliche „Zeitenwende“, was 2002 zur Diskussion einer „Ethik der Zukunft in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft“ führte. 2004 war es geboten, genauer einen erkennbaren „Zwiespalt der Gegensätze“ in puncto Strukturänderung, Toleranz sowie der „Grenzen der Freiheit“ zu beleuchten. Dies führte 2006 zur großen Debatte über „Macht & Ohnmacht“, angefangen beim sog. „K(r)ampf der Kulturen“ bis zur „Macht der Worte…in den Medien bzw. im zwischenmenschlichen Umgang“ und zur Frage, ob „Ethik & Macht“ überhaupt vereinbar seien. So war es 2008 nur ein kleiner Schritt zum wichtigen Thema „Gegen Vorurteile“ – in Wissenschaft und Forschung, bei Trends und Rollenbildern und einer großartigen Anleitung, wie man sich „Gegen Ängste und Vorurteile“ wappnen kann. Dann war auch die Zeit reif und daher unübersehbar, dass 2010 die Möglichkeiten und Chancen von einem globalen „Umbruch & Aufbruch“ beleuchtet werden mussten, woraus sich natürlich heuer die „Herausforderungen der Zukunft“ ableiten.        

2012 ist das „europäische Jahr des aktiven Alterns und der Solidarität der Generationen“.

Bei den für dieses Symposium ausgewählten aktuellen „Herausforderungen der Zukunft“ wie Gesundheit, Alter, Klima, Energie, Bildung und deren Stellenwert in unserer Gesellschaft, ist eine Solidarität der Generationen unumgängliche Basis für die zukünftigen Wege unserer Welt.

Das letzte Symposium behandelte das Thema „Umbruch & Aufbruch“. Das heurige Thema hängt unmittelbar mit dem letzten zusammen, da „Umbruch“ immer „Veränderung“ bedeutet und die sehr wohl zu Herausforderungen der Zukunft werden können. Genauso wie Umbrüche vielen Menschen Angst machen, tun dies auch die damit für unsere Gesellschaft verbundenen Herausforderungen.

Die Frage ist nur: Wie gehen wir, wie geht eine ganze Gesellschaft damit um? Nach den neuesten Zahlen des UNO-Berichts wird es spätestens 2050 weltweit mehr über 60-Jährige als unter 15-Jährige geben. Das Interessante dabei: Alle wollen lange leben, aber niemand will alt sein. Ein langes Leben bedingt auch die verschiedensten Arten von Krankheiten. Dem gegenüber steht jedoch ein ausufernder Gesundheits- und Jugendwahn, der unrealistisch ist und in seiner Ausformung fast so etwas wie fanatisch religiöse Züge annimmt. Dabei wird alles verachtet, was in irgendeiner Form kein durchgestylter „Leistungsträger“ ist, egal welchen Alters. Ignorierend, dass ein erfülltes Leben in Würde und Zufriedenheit nämlich nicht vom perfekten Heil-Sein und einem „vollkommen gesunden“ Körper abhängt!

Bei oben erwähnter demografischer Entwicklung müssen jedoch noch viele andere Aspekte berücksichtigt werden: Wie gehen wir mit den Auswirkungen des Klimawandels um? Was sind hier Fakten, was „Panikmache“ und womit muss man sich tatsächlich auseinandersetzen? Wie müssen vorhandene Energieressourcen genützt bzw. alternative Techniken entwickelt werden und v.a. wie rasch? Zeit bleibt offenbar keine mehr, um gemütlich weiter zu grübeln.

Um diese enormen Herausforderungen meistern zu können, braucht es gut gebildete Menschen in allen Bereichen mit einem offenen, wachen Geist. Es werden neue Berufs- und Arbeitsbilder entstehen, die eine flexible Herangehensweise erfordern. Doch das benötigt eine gezieltere Förderung der individuellen Talente und Fähigkeiten und keine weitere Nivellierung nach unten. Der Mensch und sein Handeln sind somit das komplexeste aller Probleme. Alle Handlungsfelder gemeinsam bräuchten eine ernsthafte Wertediskussion, auch über die Frage „was müssen wir als Gesellschaft und jeder Einzelne in Eigenverantwortung tun?“ Nichthinterfragte Vorurteile, realitätsfremde Utopien und aus heutigem Wissen bereits überholte Lehrmeinungen hemmen die ehrliche und realistische Auseinandersetzung mit den Herausforderungen der Zukunft. Die Basis dafür legen wir aber jetzt fest und somit unweigerlich den zukünftigen Weg – wohin dann auch immer.      

Ziel des Symposiums:

Dieses Dr. Franz Slawik-Symposium diskutiert eine Auswahl der derzeit aktuellsten „Herausforderungen der Zukunft“, für die wir jedoch jetzt bereits den Grundstein legen!

„Gesundheit (…) ist nicht das höchste Gut. Das ist vielmehr die Beziehung zum Mitmenschen, Respekt, Verantwortung, Sorge und Hilfe sowie das Ermöglichen eines Lebens in Würde“ (Prof. Christoph Gisinger, HdB). Genau das wären auch die treibenden Kräfte und der Ausgangspunkt aller „Herausforderungen der Zukunft“ und: Die Chance zu Erneuerung und Veränderung!

Die Stadtgemeinde Schwechat sieht diese Veranstaltungsreihe als Erfüllung ihres öffentlichen Auftrages zur Information ihrer Bevölkerung über gesellschaftliche Prozesse, die jeden betreffen -  auch im Sinne von Dr. Franz Slawik, dessen größtes Anliegen immer das Wohl der Menschen war.

 

Änderungen vorbehalten
Veranstalter/Info:
Stadtgemeinde Schwechat – Referat für Gleichstellung von Frauen und Männern
Tel.: +43 1 70108 - 285


Termine

  1. Dienstag, 06. November 2012, 19:00
  2. Dienstag, 13. November 2012, 19:00
  3. Dienstag, 20. November 2012, 19:00

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