19.12.2017

Stellungnahme Hausbesorger Lohnzettel

Berechnungen wurden geprüft

Statement Hausbesorger © Stadtgemeinde Schwechat

Aufgrund eines anonymen Schreibens sowie den daraus folgenden Medienberichten aus der vergangenen Woche, nimmt die Stadtgemeinde Schwechat nun Stellung zum Thema „Hausbesorger Gehaltszettel“.

Kurier: Schwechat Rathaus-Leak: 7600 Euro Gehalt für Hausbesorger wird nun geprüft
Orf.at: Mehr als 7600 Euro Gehalt für Hausbesorger
Heute.at: 7600 Euro Gehalt für den Hausbesorger

Die Unterlagen und Gehaltseinkommen wurden nun über mehrere Tage von den Fachleuten im Rathaus geprüft. Relevant für die Berechnung der Gehälter ist das Hausbesorger-Gesetz (Verordnung), welches das Einkommen regelt. Die Stadtgemeinde Schwechat zahlt alle seine HausbesorgerInnen nach diesem Gesetz aus.

Allgemeine Information
Der Lohn bei Hausbesorger/Innen wird nicht nach den Stunden, die man leistet berechnet, sondern auf Grund der Quadratmeter, die der oder diejenige zu betreuen hat. Dazu gibt es eine Berechnungstabelle, wonach sich je nach betreuter Fläche der Monatslohn ergibt. In unserer Prüfung haben wir festgestellt, dass die zu betreuenden Flächen der drei angezeigten DienstnehmerInnen höchst unterschiedlich sind.

Beispiel: HausbesorgerIn 1 betreut Wohn- und Allgemeinflächen von 600m2 – im Vergleich dazu HausbesorgerIn 2 betreut Wohn-und Allgemeinflächen von 6100 m2. (das wären 10x soviel)

HausbesorgerIn 3 hat z.B. Grünflächen im Ausmaß von 7370 m2 zu pflegen.

Unter dem Strich – je größer die zu betreuende Fläche ist, desto mehr verdient der/die HausbesorgerIn. Es wird somit nicht nach Stunden entlohnt.

Zu betreuende Flächen sind:

• Nutzfläche des zu betreuenden Gebäudes
• Grünflächen
• Ob in der Anlage Waschküchen vorhanden sind
• Gehsteigsflächen
• Aufzüge
• Heizungsbetreuung


Juni Gehaltszettel – Sonderzahlungen
Bei den anonym versendeten Gehaltszetteln handelte es sich um den Monat Juni. Dieser enthält Sonderzahlungen (Urlaubsgeld).

Verwirrung um 40 Stunden
Das Lohnprogramm der Stadtgemeinde Schwechat verlangt die Eingabe von Stunden, um eine Berechnung durchführen zu können. Da Hausbesorger aber nicht nach den Stunden entlohnt werden, sondern nach der zu betreuenden Fläche, steht im System bei jedem Hausbesorger automatisch 40 Stunden. Somit ist dieser Wert für das Programm vermerkt – hat aber keine Relevanz für die Berechnung des Gehalts.

Der Mindestlohntarif für die Hausbesorger wird jedes Jahr neu festgesetzt.

Nach Abschluss der Prüfungen stellen wir als Dienstgeber fest, dass die Abrechnungen laut Gesetz korrekt sind.

Aus heutiger Sicht ist davon auszugehen, dass eine Anzeige gegen Unbekannt bei der Polizei erstattet wird, wegen des Verdachts des Verstoßes gegen die Amtsverschwiegenheit bzw. des Datenschutzes.
 


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